12. Sitzung des Landesbeirats in Dresden

Zwei Personen stehen: Mann mit kurzen Haaren und Bild, Frau mit kurzen Haaren, sie lachen dem Betrachter zu, links und rechts sitzen weitere Personen
Begrüßung von Konrad Günther und Kerstin Baldin im Landesbeirat 
© Geschäftsstelle Landesbeirat

Die Mitglieder begrüßten in ihrer Sitzung am 22. Januar 2025 zwei neue Gesichter für den Beirat:

Konrad Günther ist als Vertreter für die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen in den Landesbeirat nachgerufen worden. Kerstin Baldin ist in diesem Ehrenamt seine Stellvertreterin. Ihre Vorgänger haben das Amt zum Januar 2026 niedergelegt.  Als "anwaltliche Stimme" möchte Konrad Günther für die Interessen der Menschen mit Behinderungen eintreten und zugleich die Perspektive der Verbände und Leistungserbringer im Blick haben. »Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und die fachliche Expertise der LIGA«, sagt Ralph Beckert, Vorsitzender des Landesbeirats, zu deren Begrüßung in der Sitzung.

Kinder- und Jugendhilferecht
Das inklusive Kinder- und Jugendhilferecht ist für den Landesbeirat ein wichtiges Thema (vgl. Meldung vom 15.09.2025). Dazu informierte der Leiter des Landesjugendamtes, Enrico Birkner, über den aktuellen Stand der Reform SGB VIII. Damit zukünftig das Jugendamt als zuständige Fachbehörde aktiv werden und Leistungen für alle Kinder und Jugendliche – mit und ohne Behinderungen – ausgeben kann, muss die dritte Stufe der Reform vollzogen werden. Dazu wird von allen Beteiligten dringend der Referentenentwurf für das Kinder- und Jugendhilfeinklusionsgesetzes (IKJHG) durch den Bund erwartet. Dieser ist für das erste Halbjahr 2026 angekündigt worden. Die Reform selbst soll bis 2028 abgeschlossen sein.

Der sächsische Landesjugendamtsleiter berichtete weiter über die Umsetzung der zweiten Stufe – die Einführung der Verfahrenslotsen in den Jugendämtern. Die Verfahrenslotsen beraten und unterstützen unter anderem Kinder und Jugendliche mit (drohender) Behinderung und ihre Familien über die möglichen Leistungen der Eingliederungshilfe und weitere Unterstützungsangebote. In einer bundesweiten Befragung der Jugendämter ist die Arbeit der Verfahrenslotsen als Mehrwert wahrgenommen worden.

Inklusiver Katastrophenschutz
Die Mitglieder verständigten sich auf eine Delegation, die an Beratungen im Sozialministerium teilnimmt, um die Bedürfnisse der Menschen mit Behinderungen im Katastrophenfall noch besser berücksichtigen zu können. Die Gespräche sollen im Februar und März 2026 erfolgen.

Nächste Sitzung
Der Landesbeirat kommt am 19. März 2026 wieder in Dresden zusammen.

Leicht verständliche Sprache (mit KI- Unterstützung)

In der Sitzung am 22. Januar 2025 wurden zwei neue Personen im Landesbeirat begrüßt:

  • Konrad Günther vertritt nun die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen.
  • Kerstin Baldin ist seine Stellvertreterin in diesem Ehrenamt.

Die vorherigen Vertreter haben ihr Amt zum Januar 2026 abgegeben.
Konrad Günther möchte sich besonders für die Interessen von Menschen mit Behinderungen einsetzen. Gleichzeitig möchte er auch die Sicht der Verbände und Einrichtungen berücksichtigen.
Der Vorsitzende des Landesbeirats, Ralph Beckert, freut sich auf die Zusammenarbeit.

Kinder- und Jugendhilferecht
Das Thema »inklusive Kinder- und Jugendhilfe« ist dem Landesbeirat sehr wichtig.
Der Chef des Landesjugendamtes hat erklärt, wie weit die Reform des Gesetzes SGB VIII ist.

Damit das Jugendamt später für alle Kinder und Jugendlichen zuständig sein kann – also für Kinder mit und ohne Behinderung – muss die dritte Stufe der Reform umgesetzt werden.
Dafür braucht es ein neues Gesetz. Der Bund soll dafür einen Entwurf vorlegen.
Dieser Entwurf wird im ersten Halbjahr 2026 erwartet. Die ganze Reform soll bis 2028 fertig sein.

Verfahrenslotsen
In der zweiten Reformstufe wurden in den Jugendämtern Verfahrenslotsen eingeführt.
Sie helfen Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen und ihren Familien.
Sie erklären, welche Unterstützungen es gibt und wie man sie bekommt.
Eine Befragung in den Jugendämtern zeigte: Die Verfahrenslotsen sind sehr hilfreich.

Inklusiver Katastrophenschutz
Die Mitglieder des Landesbeirats haben eine kleine Gruppe (»Delegation«) benannt.
Diese soll im Sozialministerium an Gesprächen teilnehmen, damit der Katastrophenschutz besser auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen eingeht.
Die Treffen sollen im Februar und März 2026 stattfinden.

Nächste Sitzung
Der Landesbeirat trifft sich am 19. März 2026 in Dresden.

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