Austausch mit Sachverständigen - Sitzung des Landesbeirats
Zur Sitzung des Landesbeirats für Inklusion der Menschen mit Behinderungen waren verschiedene Sachverständige eingeladen. Die Mitglieder begrüßten den Austausch.
Austausch mit dem Verein Metropolis
Er stellte die Ergebnisse einer Befragung in Straßen- und Regionalbahnen in Dresden, Chemnitz und Leipzig sowie in Teilen der Lausitz vor. Zufällig ausgewählte Fahrgäste wurden zu moderierten Gesprächen unter dem Titel »Behindert sein oder behindert werden: Wie inklusiv ist unsere Gesellschaft?« eingeladen. Insgesamt nahmen 530 Menschen auf 29 Fahrten teil und sprachen über Probleme, Bedarfe, Wünsche und Lösungsideen in Bezug auf Menschen mit Behinderungen und Inklusion in Sachsen. Als Beispiel äußerten Teilnehmende, dass sie im Umgang mit Menschen mit Behinderungen unsicher seien, weil sie keine Menschen mit Behinderungen kennen, Mitleid empfinden oder keine Gemeinsamkeiten erkennen. Andere wiederum berichteten von Kontakten »seit Kindesbeinen an«. In weiteren Themenblöcken wie »Schule und Arbeit« kam etwa die Aussage auf, der Effizienzdruck verhindere Inklusion in der Arbeitswelt oder Menschen mit Behinderungen werde wenig zugetraut.
Details der Ergebnisse sind abrufbar unter: Projektbericht_Inklusion.pdf
Die Mitglieder des Landesbeirats bestätigten die Ergebnisse mit ihren Erfahrungen und wünschen sich – wie die Befragten – einen kreativen Umgang mit Inklusion. Metropolis führte weitere Befragungen zu gesellschaftlichen Themen durch.
Polizeilicher Opferschutz
Ein weiterer Sachverständiger war ein Referent aus dem Sächsischen Staatsministerium des Innern, Referat Kriminalitätsbekämpfung. Er stellte den polizeilichen Opferschutz in Sachsen vor. Er suchte den Dialog mit den Mitgliedern, um diesen noch besser auf Menschen mit Behinderungen auszurichten. Beispielsweise wird aktuell die Broschüre »Polizeilicher Opferschutz« überarbeitet und zukünftig auch in Leichter Sprache verfügbar sein. Eine Anregung der Mitglieder war, auch das Merkblatt für Opfer einer Straftat in Leichter Sprache zur Verfügung zu stellen.
Mitbestimmung
In der Sitzung sind ebenfalls aktuelle sozial- und behindertenpolitische Themen besprochen und von den Mitgliedern an die Geschäftsstelle des Landesbeauftragten für Inklusion sowie an das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt herangetragen worden. Klar war der Wunsch, Menschen mit Behinderungen – vor allem gehörlose Menschen – bei wichtigen Entscheidungen stärker zu beteiligen.
Folgesitzung
Der Beirat kommt nach einer Sommerpause am 10. September 2026 wieder zusammen.
Leicht verständliche Fassung (mit KI-Unterstützung)
Austausch mit Fachleuten - Sitzung des Landesbeirats am 25. Juni 2026
Der Landesbeirat für Inklusion der Menschen mit Behinderungen hat sich am 25. Juni 2026 getroffen.
Zu der Sitzung waren mehrere Fachleute eingeladen. Die Mitglieder des Beirats freuten sich über den Austausch.
Der Verein Metropolis stellte eine Befragung vor. Die Befragung fand in Straßenbahnen und Regionalbahnen in Dresden, Chemnitz, Leipzig und Teilen der Lausitz statt. Zufällig ausgewählte Fahrgäste wurden zu Gesprächen eingeladen.
Das Thema war: »Behindert sein oder behindert werden: Wie inklusiv ist unsere Gesellschaft?«
Insgesamt nahmen 530 Menschen an 29 Fahrten teil. Sie sprachen über Probleme, Wünsche und Ideen rund um das Thema Inklusion in Sachsen. Einige Teilnehmende sagten zum Beispiel:
- Sie sind unsicher im Umgang mit Menschen mit Behinderungen.
- Sie kennen keine Menschen mit Behinderungen.
- Sie haben Mitleid oder sehen keine Gemeinsamkeiten.
Andere erzählten, dass sie schon seit ihrer Kindheit Kontakt zu Menschen mit Behinderungen haben.
In weiteren Gesprächsrunden ging es um Schule und Arbeit. Dort sagten Teilnehmende zum Beispiel:
- Der hohe Leistungsdruck verhindert Inklusion.
- Menschen mit Behinderungen wird oft wenig zugetraut.
Die Ergebnisse der Befragung stehen im Dokument Projektbericht_Inklusion.pdf.
Die Mitglieder des Landesbeirats bestätigten viele dieser Ergebnisse aus eigener Erfahrung. Sie wünschen sich – wie die Befragten – mehr kreative Ideen für Inklusion. Metropolis hat außerdem weitere Befragungen zu gesellschaftlichen Themen durchgeführt.
Ein weiterer Fachmann kam aus dem Sächsischen Staatsministerium des Innern. Er arbeitet im Bereich Kriminalitätsbekämpfung. Er stellte den polizeilichen Opferschutz in Sachsen vor. Er wollte mit den Mitgliedern darüber sprechen, wie der Opferschutz für Menschen mit Behinderungen verbessert werden kann. Zum Beispiel wird die Broschüre »Polizeilicher Opferschutz« gerade überarbeitet. Sie soll bald auch in Leichter Sprache erscheinen. Die Mitglieder regten außerdem an, auch das Merkblatt für Opfer einer Straftat in Leichter Sprache anzubieten.
In der Sitzung wurden außerdem aktuelle Themen aus der Sozial- und Behindertenpolitik besprochen. Die Mitglieder gaben ihre Anliegen an die Geschäftsstelle des Landesbeauftragten für Inklusion und an das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt weiter.
Wichtig war ihnen besonders: Menschen mit Behinderungen – vor allem gehörlose Menschen – sollen bei wichtigen Entscheidungen stärker beteiligt werden.
Der Beirat trifft sich nach der Sommerpause wieder am 10. September 2026.